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22.07.2018
Kanton Schaffhausen: Warnung vor Erpresser-Mails

(SHPol) In den vergangenen Tagen sind bei der Schaffhauser Polizei einige Meldungen von besorgten Bürgern eingegangen, welche dubiose E-Mails von Erpressern empfangen haben (Porno-Masche). Die Erpresser behaupten, die Empfänger beim Anschauen von Pornovideos gefilmt zu haben. Als Beweis dafür nennen sie sogar ein aktuelles oder ehemaliges Passwort.

Derzeit versuchen Internetbetrüger mit einer neuen Masche per E-Mail Geld zu erpressen. Die Empfänger erhalten eine Nachricht, meist in englischer Sprache, dass sie beim Besuch einer Internetseite mit pornographischem Inhalt gefilmt worden seien. Um vor einer Veröffentlichung der Aufzeichnung verschont zu bleiben, hätten die Empfänger einen vierstelligen Betrag in Bitcoins zu bezahlen.

 

Weiter behaupten die Täter, die internetfähigen Geräte des Empfängers mit einer Maleware infiziert zu haben und so uneingeschränkten Zugriff auf den Computer zu haben. Bei Nichtbezahlung drohe nicht nur die Veröffentlichung der Aufzeichnung, sondern diese würde auch an sämtliche Kontakte des Empfängers per E-Mail und/oder in sozialen Netzwerken verbreitet. Um dieser Aussage Nachdruck zu verleihen, wird in der E-Mail ein Passwort genannt, welches der Empfänger zusammen mit der E-Mail-Adresse in der Vergangenheit für Online-Dienste auch tatsächlich verwendet hat.

 

Bei den E-Mails handelt es sich um Spam-Mails. Wer eine solche E-Mail erhält, kann in erster Linie davon ausgehen, dass der Inhalt von den Betrügern frei erfunden ist, um auf diese Weise Geld zu erpressen. Die Polizei rät, solche E-Mails in jedem Fall umgehend zu löschen und keinesfalls darauf zu reagieren. Es ist jedoch ratsam, den Account mit dem benannten Passwort und auch alle weiteren Accounts zu überprüfen und neue Passwörter zu setzen. Bei Unsicherheit ist in erster Linie die Polizei zu kontaktieren.