Cybermobbing / Recht am eigenen Bild

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Cybermobbing: Alles was Recht ist

Cybermobbing ist in der Schweiz leider stark verbreitet, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Verbreitung von Smartphones und Tablets unter Kindern und Jugendlichen stark zugenommen hat. Die modernen technischen Möglichkeiten, immer und überall innert kürzester Zeit eine Texmitteilung, ein Foto oder Video zu erstellen, speichern und weiterleiten, auf irgendeiner Website hochladen und massenhaft und somit auch unkontrolliert mit anderen teilen zu können (z.B. auch mit WhatsApp), haben dem altbekannten Phänomen Mobbing eine neue, digitale Dimension hinzugefügt.

Dabei liegen Ursprung und Angriffsziel des Cybermobbings nach wie vor in der realen Lebenswelt der beteiligten Personen: Mobbing nimmt seinen Anfang - und erreicht sein Ziel - auf dem Pausenplatz, in der Klasse, beim Sport usw.. Das Thema ist leider auch ein medialer Dauerbrenner. Die rechtlichen Grenzen sind jedoch selten Gegenstand der Debatte.

Das Faltblatt der Schweizerischen Kriminalprävention gibt Auskunft über die wichtigsten Gesetzesartikel zum Thema. Zudem zeit es anhand von zwei Fallbeispielen, welche Form Cybermobbing annehmen kann. Die sieben Empfehlungen zeigen, wie gegen Cybermobbing vorgegangen werden kann. Das Flatblatt soll Jugendlichen helfen, die Grenze zwischen Streitereien und Cybermobbing zu erkennen. Zudem sollen Eltern und Erziehungsberechtigte Sicherheit in der Diskussion über dieses heikle Thema gewinnen.

Hier gehts zur digitalen Version des Faltblattes, das natürlich auch an jedem Polizeiposten bezogen werden kann:

 

Das Recht am eigenen Bild

Im Schweizer Gesetz gibt es keinen eigenen, speziellen Artikel mit dem Titel "Recht am eigenen Bild". Trotzdem besitzt jede Person dieses Recht. Doch was beudetet das? Das Recht am eigenen Bild ist ein Persönlichkeitsrecht und besagt, dass grundsätzlich jeder Mensch selbst darüber bestimmen darf, ob und in welchem Zusammenhang von ihm/ihr Bilder veröffentlicht werden dürfen. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen es praktisch unmöglich ist, ein Bild zu erstellen, ohne dass unbeteiligte Personen ebenfalls auf dem Bild sind (z.B. Fotoaufnahmen bei Touristenattraktionen). Das Faltblatt zeigt auf, was erlaubt bzw. wo die Grenzen sind.